Italien verpasst nach Herzschmerz in den Playoffs in Bosnien die dritte Weltmeisterschaft in Folge

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Wichtige Erkenntnisse:
- Italien verlor im UEFA-Playoff-Finale am 31. März 2026 mit 1:1 (4:1 im Elfmeterschießen) gegen Bosnien und Herzegowina und verpasste damit zum dritten Mal in Folge die FIFA-Weltmeisterschaft 2026.
- Die Niederlage ist das erste Mal, dass sich ein ehemaliger Weltcupsieger nicht für drei Ausgaben in Folge qualifiziert hat. Der Rücktritt von FIGC-Präsidentin Gabriele Gravina wird gefordert.
- Zu den weiteren Playoff-Gewinnern gehörten Türkiye, Tschechien (im Elfmeterschießen gegen Dänemark) und Schweden, die mehrere europäische Startplätze für das erweiterte 48-Team-Turnier in Nordamerika festlegten.
Die Playoff-Niederlage beendet Italiens Hoffnungen für 2026
Italien trat am 31. März 2026 in Zenica in das UEFA-Playoff-Finale ein, nachdem er in der Gruppe I hinter einer ungeschlagenen norwegischen Mannschaft Zweiter geworden war. Die Azzurri gingen durch Moise Kean in Führung, doch Innenverteidiger Alessandro Bastoni wurde vor der Halbzeit vom Platz gestellt. Bosnien-Herzegowina erzielte den Ausgleich, erzwang die Verlängerung und dann das Elfmeterschießen, wo Italien wichtige Stellen verpasste und mit 4:1 verlor. Durch dieses Ergebnis schied der viermalige Meister (Sieger 1934, 1938, 1982 und 2006) aus dem Turnier aus, das von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgerichtet wurde.
Der Verlust folgte auf eine solide, aber letztlich unzureichende Gruppenkampagne. Italien erzielte in acht Spielen sechs Siege und zwei Niederlagen, erzielte dabei 21 Tore, kassierte aber 12 Gegentore. Norwegen dominierte mit acht Siegen in Folge und einer Tordifferenz von +32. Italien hatte sich im Playoff-Halbfinale mit 2:0 gegen Nordirland durchgesetzt, konnte aber die rote Karte und den Elfmeterdruck gegen ein bosnisches Team, das weltweit auf Platz 66. — 71 lag, nicht überwinden.
Historisches Scheitern löst nationale Krise aus
Italienische Medien bezeichneten das Ergebnis als „dritte Apokalypse“. Die Fans in Rom äußerten ihren Unglauben über ein erneutes Ausscheiden aus den Playoffs nach früheren Niederlagen gegen Schweden (2018) und Nordmazedonien (2022). Sportminister Andrea Abodi forderte den Rücktritt von FIGC-Präsidentin Gabriele Gravina und verwies auf die Notwendigkeit, den italienischen Fußball wieder aufzubauen. Gravina trat kurz darauf zurück, zusammen mit Delegationschef Gianluigi Buffon. Trainer Gennaro Gattuso entschuldigte sich und merkte an, dass das Ergebnis „schwer verdaulich“ sei und dass eine Besiedlung der Mannschaft erforderlich sei. Kein aktueller italienischer Spieler hat jemals an einer Weltmeisterschaft teilgenommen.
Der Misserfolg wirft ein Schlaglicht auf tiefere Probleme: uneinheitliche Leistungen trotz Talent, taktische Fehler in Momenten mit hohem Druck und ein breiterer Rückgang seit dem Triumph 2006. Analysten verweisen auf das Kadermanagement, die Herausforderungen in der heimischen Liga und das Versäumnis, Dominanz in Ergebnisse gegen Gegner mit geringerem Rang umzusetzen. Bosniens Aufstieg bedeutet einen Durchbruch für eine Nation, die seit 2014 nicht mehr an der Weltmeisterschaft teilgenommen hat.
Übersicht der Qualifikationsturniere und weitere europäische Ergebnisse
UEFA-Qualifikation 2026 Der Prozess beinhaltete eine Gruppenphase mit 54 Teams in 12 Gruppen. Die Gruppensieger kamen direkt weiter, während die Zweitplatzierten auf dem Weg zur Nations League in die Playoffs einzogen. Norwegen führte Italiens Gruppe überzeugend an. Weitere direkte Qualifikationsspiele und Playoff-Erfolge waren Deutschland, England, Frankreich und Kroatien in starken Gruppen. Das Playoff-Finale am 31. März endete in Bosnien und Herzegowina, Türkiye (1:0 gegen Rumänien), Tschechien (3:1 im Elfmeterschießen gegen Dänemark) und Schweden (3:2 gegen Polen) als letzte europäische Vertreter. Der Irak sicherte sich mit einem Sieg über Bolivien den letzten Platz in der Weltwertung.
Das erweiterte Format mit 48 Mannschaften sollte mehr Möglichkeiten bieten, doch Italien kam trotz der zusätzlichen Startplätze immer noch zu kurz. Dieses Ergebnis unterstreicht die Konkurrenzfähigkeit der UEFA-Teams und den Druck, der auf den traditionellen Machthabern lastet.


